Hans-Georg Deicke 25.06.2021

PSO-Zertifizierung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Seit über zehn Jahren arbeitet die Druckerei Sepio in Leipzig nach dem ProzessStandard Offsetdruck (PSO). Auch die letzte Zertifizierung in diesem Jahr durch das Sächsische Institut für die Druckindustrie wurde mit Bravour bestanden.

Überprüfung der Bogen während des Drucks für die PSO-Zertifizierung (© Sepio GmbH)

Seitdem wurde der Betrieb kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technik kam dazu, und das Unternehmen vergrößerte seine Nutzfläche beim Umzug in neue Räumlichkeiten im Jahr 2019. Beim Versetzen der Druckmaschinen unterstützte das Sächsische Institut für die Druckindustrie (SID), indem es die Druckqualität der Maschine vor und nach dem Umzug überprüfte und bewertete. 

Nach dieser Veränderung startete Sepio das nächste Großprojekt. Unter dem Motto „Sepio goes Green“ stellt es auf eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Produktion um. Große Schritte sind schon getan. Sepio hat seit einigen Jahren den Einsatz von IPA als Feuchtmittelzusatz massiv reduziert und es soll bald auf IPA verzichtet werden. Doch damit nicht genug. Mit den jetzt eingesetzten prozesslosen Platten werden Hunderte Liter Plattenentwickler sowie andere sonst notwendige Chemikalien und Wasser eingespart. Als bisher letzte Maßnahme kommen ab sofort mineralölfreie Farben zum Einsatz.

Weitere Entscheidungen im Projekt „Sepio goes Green“ waren die Umstellung auf Recyclingfolie für den Palettentransport und -versand sowie die Nutzung von Lieferscheinhüllen aus 100% Papier anstatt aus PE-Folie seit Beginn dieses Jahres. Es zeigt, dass auch kleine Veränderungen einen wertvollen Beitrag zur sorgfältigen Ressourcennutzung leisten

Und was ist eine solche Initiative ohne Nachdenken über die verwendete Elektroenergie. Das Unternehmen nutzt Solarenergie, die auf dem Gebäudedach des Unternehmens erzeugt wird, um anspruchsvolle Produkte zu drucken und weiterzuverarbeiten. 

Nach der Umstellung auf die neuen Druckplatten, die neuen mineralölfreien Farben und auf das alkoholreduzierte Drucken konnte die Überprüfung nach dem ProzessStandard Offsetdruck beginnen. Routiniert wurden die Daten durch Sepio bearbeitet, der Proof entsprechend den Vorgaben erstellt und nach Freigabe durch das SID konnte der Druck der zu prüfenden Bogen beginnen. In kürzester Zeit erfüllte Sepio so die gestellten Aufgaben und das Sächsische Institut für die Druckindustrie konnte im Mai die Urkunde überreichen. Normalerweise geschieht dies durch eine persönliche Gratulation zum Bestehen der Zertifizierung. Doch wegen der immer noch geltenden Kontakteinschränkungen konnte das leider nicht passieren. 

Das Unternehmen plant, die Überprüfung seiner Arbeitsweise hinsichtlich den Anforderungen des ProzessStandards Offsetdruck in zwei Jahren zu wiederholen. In der Zwischenzeit wird der Kontakt zwischen den beiden Partnern nicht abreißen. Auch auf anderen Gebieten als dem PSO wird die vertrauensvolle Zusammenarbeit fortgesetzt.